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GDD-Workshops zum neuen Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz

 

Deutschland ist verpflichtet vier Richtlinien der EU umzusetzen, die den Schutz vor Diskriminierung regeln. Die Umsetzung soll durch das neue Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) erfolgen, das voraussichtlich am 1. August 2006 in Kraft treten wird.


Nach dem AGG müssen Unternehmen den Schutz der Mitarbeiter vor Diskriminierung hinsichtlich der Merkmale Geschlecht, Alter, Behinderung, ethnische Herkunft, sexueller Identität, Religion und Weltanschauung im gesamten Arbeitsverhältnis gewährleisten. Diese Verpflichtung hat einen unmittelbaren Einfluss auf die Personaldatenadministration, Personalda-tenverarbeitung und die Datenschutzorganisation.


Die diskriminierungsfreie Datenerhebung und -verarbeitung wird vor allem vor dem Hintergrund der Beweislastverteilung bei einer arbeitsrechtlichen Auseinandersetzung bedeutend. Während der Arbeitnehmer nur Tatsachen glaubhaft machen muss, die eine Diskriminierung vermuten lassen, ist der Arbeitgeber dafür beweispflichtig, dass die unterschiedliche Behandlung nicht auf einer Verletzung des Benachteiligungsverbotes beruht. Für den Entlastungsbeweis kommt es deshalb entscheidend darauf an, dass der Arbeitgeber bei der Gestaltung und Organisation, insbesondere der standardisierten Datenerhebung (Bewerber- und Personalfragebögen) als auch bei der Datenverarbeitung und -nutzung die Diskriminierungsfreiheit seiner Entscheidungen dokumentieren kann.


An insgesamt 12 Standorten im gesamten Bundesgebiet bietet die GDD die Möglichkeit, sich in einem ½-tätigen Workshop über die Auswirkungen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes auf die Datenschutzpraxis zu informieren. Details entnehmen Sie bitte dem Programm.