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Fokusgruppe Datenschutz des Digital-Gipfels veröffentlicht Whitepaper zur Pseudonymisierung nach der DS-GVO

 
Leitlinien für Pseudonymisierungslösungen können personenbezogenen Daten im Zuge der Digitalisierung schützen und Anwendungen wie Big Data weiterhin möglich machen.

 

14.06.2017

Der Digital-Gipfel und sein ganzjähriger Prozess bilden die zentrale Plattform für die Zusammenarbeit von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft bei der Gestaltung des digitalen Wandels. Im Rahmen der Gipfel-Plattform 6 „Sicherheit, Schutz und Vertrauen“ hat die Fokusgruppe Datenschutz unter Leitung von Prof. Dr. Rolf Schwartmann, Vorstandsvorsitzender der GDD, ein Whitepaper zur Pseudonymisierung veröffentlicht, das sich unter Berücksichtigung der Datenschutz-Grundverordnung mit rechtssicheren Leitlinien für Pseudonymisierungslösungen befasst, um personenbezogenen Daten im Zuge der Digitalisierung zu schützen und Anwendungen wie Big Data weiterhin möglich zu machen.

Das europäische Datenschutzrecht der Datenschutz-Grundverordnung gibt der Wirtschaft die Verantwortung für den Schutz der personenbezogenen Daten, indem sie von den verantwortlichen Unternehmen verlangt, Datenschutz durch Technikgestaltung und durch datenschutzfreundliche Voreinstellungen zu gewährleisten. Ein wesentliches Mittel dazu stellt nach der Konzeption des neuen Rechts die Pseudonymisierung von personenbezogenen Daten dar. Durch entsprechende Verfahren sollen Daten von ihrem Personenbezug befreit werden, um so datenschutzkonform genutzt werden zu können.

Wegen der besonderen Bedeutung der Pseudonymisierung hat sich die Fokusgruppe Datenschutz des Digital-Gipfels der Bundesregierung dieses wirtschaftlich bedeutsamen Themas angenommen und unter Mitwirkung von interdisziplinär ausgewählten Vertretern aus Wirtschaft, Ministerialverwaltung, Wissenschaft und Aufsicht ein Whitepaper erstellt. Es enthält nicht nur wichtige Abgrenzungen zu anonymen Daten, sondern bietet auch technische Umsetzungsmöglichkeiten einer Pseudonymisierung ebenso wie die Darstellung konkrete Anwendungsszenarien aus den Bereichen Big Data, Direktmarketing sowie der medizinischen Forschung.

Ziel soll es sein, die Pseudonymisierung in Europa zu etablieren, um über einheitliche Standards einen größtmöglichen Schutz für die Rechte und Interessen der Bürgerinnen und Bürger gewährleisten zu können.

 

 Digital-Gipfel 2017

Von links nach rechts: Prof. Dr. Rolf Schwartmann (Kölner Forschungsstelle für Medienrecht/GDD e.V.), Dr. Thomas Kremer (Vorstand für Datenschutz, Recht und Compliance bei der Deutschen Telekom AG), Dr. Claus D. Ulmer (Senior Vice President Group Privacy/Global Data Privacy Officer Deutsche Telekom Group)

 

Das Whitepaper ist hier abrufbar.