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Praxishilfen

Datenschutzgerechte Datenträgervernichtung

 
- nach dem Stand der Technik -

Datenschutzgerechte Datenträgervernichtung

 

Für betriebliche Prozesse nicht mehr benötigtes Material wird vernichtet und entsorgt oder verkauft. Das soll möglichst rationell und kostengünstig geschehen. Es ist zum Allgemeingut geworden, dass bei bestimmten Materialien gesetzliche Restriktionen zu beachten sind - vor allem werden mögliche Verstöße gegen Datenschutz- und Umweltschutzgesetze immer wieder problematisiert und entsprechende Beauftragte wachen über gesetzestreues Handeln.

In der Regel ist davon auszugehen, dass zu vernichtende Datenträger (z.B. Papier, Mikrofilm, CDs, ID-Karten, Festplatten, USB-Sticks etc.) personenbezogene und andere sensitive Daten enthalten. Somit greifen die Datenschutz- sowie bereichsspezifische Gesetze.

Der Gesetzgeber verlangt von der verantwortlichen Stelle (Verantwortungsträger in Unternehmen und Behörden), sicherzustellen, dass die ihnen anvertrauten Daten von Bürgern, Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten usw. nicht zum Nachteil der Betroffenen missbraucht werden können. Das informationelle Selbstbestimmungsrecht der Betroffenen geht natürlich nicht so weit, dass sie verlangen können, wer ihre Daten auf welche Weise vernichten darf. Allerdings muss die verantwortliche Stelle sicherstellen, dass die Betroffenen bis hin zur datenschutzgerechten Vernichtung ihrer Daten ihre gesetzlich eingeräumten Rechte wahrnehmen können.

In dieser 3. Auflage der Arbeitshilfe „Datenschutzgerechte Datenträgervernichtung nach dem Stand der Technik“ wird die im Oktober 2012 mit den ersten beiden Teilen veröffentlichte neue Norm zur Datenträgervernichtung, die DIN 66399-1 und DIN 66399-2 sowie die im Februar 2013 veröffentlichte DIN 66399-3 berücksichtigt.